24.05.2020 in Politik

Auf einem gefährlichen Weg: Die Rüstungsspirale dreht sich schneller

 

Eigentlich haben wir schon genug Probleme. Das Corona-Virus bedroht hunderttausende von Menschen. Hunger und Elend gibt es in einem unerträglichen Maß. Und für die Rüstung werden bereits weltweit Unmengen an Geld zum Fenster hinausgeworfen, dass es einem die Sprache verschlägt. In einer Zeit, in der eigentlich jeder Pfennig für die Hilfe für Millionen von Menschen notwendig ist, dreht sich die Rüstungsspirale jetzt auch noch wieder schneller. Militärisches Denken greift in der Politik wieder um sich. Es geht gar nicht darum, diesem oder jenem Machtblock die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es ist einfach unverantwortlich, was weltweit geschieht. Deshalb: Die Forderung nach Abrüstung muss wieder in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung gerückt werden. Es gibt wahrlich Wichtigeres zu tun, als die Spannungen bis an kriegsauslösende Zuspitzungen hochzufahren. Wir brauchen eine Welt ohne Waffen – es gibt genug zu tun, damit alle Menschen in sozialer Sicherheit leben können.

 

23.05.2020 in Politik

Das Grundgesetz hat Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch zum 71.!

 

Wir können uns freuen: Wir haben das „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“.

Es verbürgt uns Bürgerinnen und Bürgern viele Rechte, vor allem Freiheit und Demokratie. Gerade in Krisenzeiten müssen wir darauf achten, dass sie nicht ausgehöhlt werden. Wir vertrauen allen Mitgliedern des Bundestages, der Landtage, in Kreis- und Gemeinderäten sowie den Regierungen, dass sie unsere Grundrechte verteidigen.

 

Das entbindet uns als Bürgerinnen und Bürgern natürlich nicht davon, „der Politik“ auf die Finger zu schauen. Was nicht minder wichtig ist: Wir müssen unsere Rechte, die Möglichkeiten zum Mitwirken an der politischen Ausgestaltung unseres Landes wahrnehmen. Dazu gehört, dass ich meine eigenen Interessen erkenne und diese in den demokratischen Prozess einbringe. Das gilt in der Gemeinde, in der Vielfalt von Vereinen, von Organisationen und Kirchen, von Gewerkschaften, von Parteien.

 

Als Beispiel veröffentlichen wir ein Flugblatt des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DGB - Flugblatt zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2020

15.05.2020 in Kommunalpolitik

Warum soll ich die „Winnender Zeitung“ noch kaufen? – Warnung vor einem Selbstmord auf Raten!

 
Hermann Zoller

Ein Kommentar von Hermann Zoller

 

Das ist ein schönes Bild: viele Blumentöpfle, dazwischen freundlich lächelnde Menschen und ein ebenso lächelnder Bürgermeister. Er will so ein Dankeschön überbringen für das in Corona-Zeiten gezeigte Engagement. Eine schöne Geste – bei der es hoffentlich nicht bleiben wird. Ein schönes Bild: donnerstags auf der Titelseite des gemeindlichen Mitteilungsblattes, einen Tag später fast eine viertel Seite füllend in der „Winnender Zeitung“. Den Bedankten ist so viel Ehre von Herzen zu gönnen – aber es gibt darüber hinaus Fragen, die über diesen Anlass hinausgehen.

 

Öffentlichkeitsarbeit ist auch für eine Gemeinde eine wichtige Aufgabe: sie informiert im örtlichen Mitteilungsblatt und gibt Presseinformationen heraus. Das ist gut so, denn die Öffentlichkeit – wir Bürgerinnen und Bürger – haben ein Recht darauf zu erfahren, was eine Gemeindeverwaltung so tut, was den Gemeinderat so umtreibt. Dass dies nicht immer nur faktenorientierte trockene Mitteilungen sind, sondern auch PR betrieben wird, ist üblich, auch richtig, denn die Gemeinde soll ja in gutem Licht erscheinen. Das ist – um im Bild zu bleiben – der erste Akt.

 

Der zweite Akt spielt sich in den Räumen der Zeitungsredaktion ab. Hier muss man sich mit den rathäuslichen Texten auseinandersetzen: Was machen wir daraus? Ist die Info aus dem Rathaus für die Öffentlichkeit von Relevanz? Macht man daraus eine Meldung? Wäre es wichtig, dazu Stellungnahmen anderer kommunalpolitischer Entscheider einzuholen? Machen wir etwas Größeres daraus? Gibt es eventuell ergänzende Informationen, die man Leser und Leserin bieten sollte? Vielleicht drängt sich ein Kommentar noch auf? – Alles journalistisches Handwerk, so wichtig wie dem Maler sein Pinsel.

 

13.05.2020 in Politik

Geradlinig mit Leidenschaft: Norbert Blüm

 

Ein Leben in sozialkatholischer Tradition für eine humane und solidarische Gesellschaft

 

Bevor Wellen des Mitleids und vielstimmigen Bedauerns sich über ihn ergießen würden, wollte er lieber selbst Herr der Nachrichtenlage bleiben: Norbert Blüm, der stets quicklebendige und meistens frohgemute Elder Statesman der deutschen Sozialpolitik, gab am 12. März der Wochenzeitung „Die Zeit“ persönlich Auskunft über seinen Befund und sein Befinden. Nach einer Blutvergiftung sei er an Armen und Beinen gelähmt, berichtete er, und sein Rollstuhl sei jetzt „der Standort, von dem aus ich die Welt betrachte“. Aber die nach vielen Monaten in der Klinik neu gewonnene Kraft, die „große Willensanstrengung“, mit der er zuletzt seinem Körper fast jeden Atemzug abringen musste, haben am Ende nicht mehr gereicht zum Leben. Am 23. April 2020 ist Norbert Blüm, der Gewerkschafter, Politiker und Vorkämpfer für die Menschenrechte in aller Welt, im Alter von 84 Jahren in Bonn gestorben.

 

04.05.2020 in Allgemein

Ein Ex-Nazi und Rotlicht-Rocker packt aus: Philip Schlaffer kriegt die Kurve

 

Am Ende entschuldigt er sich: bei „meiner Mama Margit und meinem Papa Karl“. Sie haben ihn nie aufgegeben und in den düstersten Stunden aufgefangen. Auch seine Geschwister haben ihm immer wieder die Hand gereicht, obwohl er sie oft weggestoßen hat: „In Liebe. Philip.“

 

Philip hat dieses Buch geschrieben, um die Lehren festzuhalten, die er selbst nach einem beinharten Leben gewonnen hat. Damit diese nicht so als Theorie mehr oder weniger glaubhaft beziehungslos im Raum rumstehen, hat er sein Leben schonungslos aufgeschrieben. Das ist interessant zu lesen vor allem für jene, die sich in einer ähnlichen Lebensphase befinden oder zumindest ein solches Milieu toll finden und versucht sind da vielleicht auch mal reinzutauchen. Lesenswert auch für jene, die es mit jungen Menschen zu tun haben, die unsicher im Leben stehen.

 

„Einmal Nazi, immer Nazi“– dieser Satz wurde mir so oft um die Ohren gehauen, dass ich genau weiß, dass ihn auch beim Lesen dieser Zeilen viele Leute denken werden. Kann ein Typ, der in seiner Jugend als Neonazi Hakenkreuzfahnen geschwungen hat, der professionell die Hassbotschaften des Rechtsrock verbreitet und als Anführer eines Rockerclubs Drogen- und Rotlichtgeschäfte betrieben hat, sich wirklich ändern? Darf er die Seiten wechseln und wieder zu den Guten gehören? Und wenn ja: Berechtigt ihn das dazu, mit seiner Geschichte ein Forum in der Öffentlichkeit zu bekommen?“ Das fragt sich Philip Schlaffer gleich zu Beginn seines Vorworts. Die Antwort: Er darf schreiben, er muss an die Öffentlichkeit.

24.04.2020 in Gemeindenachrichten

Schwaikheimer Friedensgebet in der Coronazeit: Großer Gott - Eilt zum Gebet - Eilt zur Seligkeit.

 

Das erste Fastenbrechen unserer türkisch-islamischen Gemeinde Schwaikheim im Ramadan 2020 wurde von unseren christlichen Kirchen mit einer 16-minütigen Glockenouvertüre eingeläutet. Die Ouvertüre klang wie eine Preisung des Friedens und der Gemeinschaft. Die Glocken der katholischen Kirchengemeinde begannen um 20:15 Uhr. Es folgte die Mauritiuskirche der evangelischen Kirchengemeinde die mit ihren Glocken den Ruf zum Gebet fortsetzte….danach trat eine kurze Stille ein….. so dann sich die Stimme des Muezzins mit seinem Gebetsruf in alle vier Himmelsrichtungen erhob: Hayya 'ala s-salat (Eilt zum Gebet). Hayya 'ala al-falah (Eilt zur Seligkeit).

Der SPD-Vorsitzende Alexander Bauer: „Heute geschah etwas, dass Schwaikheim so noch nie hatte. Ein für mich bewegender und historischer Moment – Christen und Muslime, zu Beginn der heiligsten Zeit im Islam, Seite an Seite. Eine respektvolle Begebenheit die für unsere gemeinsame Welt selbstverständlich sein sollte! Schon seit ein paar Jahren feiern unsere Schwaikheimer Kirchen und religiösen Glaubensgemeinschaften zusammen das Friedensfest. Ein solidarisches Fest das ins Leben gerufen wurde, um gemeinsam eine neue Friedenslinde zu pflanzen. Welch Früchte hängen heute an diesem Baum! Für das gemeinsame Friedensgebet in der aktuellen Corona-Krise danken wir unseren Kirchen und religiösen Glaubensgemeinschaften! Wir wünschen allen Muslimas und Muslimen einen gesegneten, friedlichen und gesunden Ramadan!“

22.04.2020 in Historisches

75 Jahre nach Kriegsende: Niederlage und Besatzung oder Befreiung?

 

 

Auch in Schwaikheim stellt sich aktuell diese Frage.  Heinrich Böll und Hermann Zoller geben uns dazu eine Antwort.

 

Wir stehen vor einem Jubiläum, das wir mit großer Anteilnahme, besonders mit großer Nachdenklichkeit begehen sollten. Vor 75 Jahren kapitulierte das „tausendjährige“ Nazi-Reich. Als am 8. Mai die Waffen endgültig schwiegen, waren über 60 Millionen Menschen tot. Dieses schreckliche Verbrechen darf nie vergessen werden. So etwas darf sich nie wiederholen. Deshalb müssen wir daraus Lehren ziehen, erkunden wie es dazu kommen konnte. Wir dürfen nicht der Meinung verfallen, wir seien immun dagegen. Und haben die heute Lebenden genug daraus gelernt?

 

Der Großteil der heute in Deutschland Lebenden haben keine persönlichen Erinnerungen mehr an das „Dritte Reich“. Letztlich ist das Grausame jener Zeit auch kaum vorstellbar. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Ursachen des Nationalsozialismus als Messlatte für unser heutiges Zusammenleben, für die Gestaltung unseres Landes, für die Beziehungen zu anderen Ländern im Blick zu behalten.

09.04.2020 in Historisches

Ein wichtiger Tag: 9. April

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen – Vor 75 Jahren: Dietrich Bonhoeffer wird am 9. April 1945 ermordet

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“, so beginnen die bekanntesten Sätze von Dietrich Bonhoeffer, die er aufschrieb, als die Nazis ihn schon eingesperrt hatten. Und sie enden mit den Worten: „Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Dieses schöne Wort des evangelischen Widerstandskämpfers gegen Adolf Hitler und seine Barbarei ziert manches Sterbebild. Das Gedicht war das letzte Zeichen der Liebe Bonhoeffers zu seiner Frau Maria von Wedemeyer, ehe die Nazis ihn, auf persönlichen Befehl Hitlers, im KZ Flossenbürg am 9. April 1945 nach einem standgerichtlichen Verfahren hinrichteten. Vier Wochen vor der Kapitulation des Deutschen Reiches endete das Leben dieses aufrechten Mannes,  ein Opfer von Hitlers Rachsucht gegen die Verschwörer des 20. Juli 1944. 

08.04.2020 in Politik

Statt Klatschen auf dem Balkon - gerechter Lohn

 

Offener Brief an den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland 
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm 

und an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz 
Bischof Dr. Georg Bätzing 

 

Sehr geehrter Herr Landesbischof,
sehr geehrter Herr Bischof,
in der Öffentlichkeit, aber besonders auch in Kirchengemeinden, wird im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die aufopfernde Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitswesen diskutiert. An vielen Orten wird dazu aufgerufen sich mit diesen „Helden“ zu solidarisieren, Kerzen ins Fenster zu stellen, auf dem Balkon Beifall zu klatschen oder Glocken zu läuten, um so deren Dienst für die Gesellschaft zu würdigen. Das mag manch schlechtes Gewissen beruhigen, aber ist zu wenig. 

05.04.2020 in Politik

Corona-Krise gibt uns Zeit zum Nachdenken

 
Maria Douka

Hey! Die Welt steht gerade still. Das gilt für uns alle. Jetzt haben wir mehr Zeit zum Nachdenken. Vielleicht merken jetzt viele, dass Reichtum, Gier, teure Autos nicht mehr die große Rolle spielen. Denn auf einmal, jetzt ist das Leben wichtiger geworden. Man hat jetzt genug Zeit über den Sinn des Lebens nachzudenken und jetzt Dinge zu sehen, die man bisher übersehen hatte.

 

So beispielsweise einen ernstgemeinten Respekt zu entwickeln für andere Menschen – besonders für jene, die für uns jetzt da sind: Beschäftigte im Einzelhandel, Polizisten, Pfleger im Krankenhaus und im Altenheim …

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