08.04.2020 in Politik

Statt Klatschen auf dem Balkon - gerechter Lohn

 

Offener Brief an den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland 
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm 

und an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz 
Bischof Dr. Georg Bätzing 

 

Sehr geehrter Herr Landesbischof,
sehr geehrter Herr Bischof,
in der Öffentlichkeit, aber besonders auch in Kirchengemeinden, wird im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die aufopfernde Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitswesen diskutiert. An vielen Orten wird dazu aufgerufen sich mit diesen „Helden“ zu solidarisieren, Kerzen ins Fenster zu stellen, auf dem Balkon Beifall zu klatschen oder Glocken zu läuten, um so deren Dienst für die Gesellschaft zu würdigen. Das mag manch schlechtes Gewissen beruhigen, aber ist zu wenig. 

05.04.2020 in Politik

Corona-Krise gibt uns Zeit zum Nachdenken

 
Maria Douka

Hey! Die Welt steht gerade still. Das gilt für uns alle. Jetzt haben wir mehr Zeit zum Nachdenken. Vielleicht merken jetzt viele, dass Reichtum, Gier, teure Autos nicht mehr die große Rolle spielen. Denn auf einmal, jetzt ist das Leben wichtiger geworden. Man hat jetzt genug Zeit über den Sinn des Lebens nachzudenken und jetzt Dinge zu sehen, die man bisher übersehen hatte.

 

So beispielsweise einen ernstgemeinten Respekt zu entwickeln für andere Menschen – besonders für jene, die für uns jetzt da sind: Beschäftigte im Einzelhandel, Polizisten, Pfleger im Krankenhaus und im Altenheim …

02.04.2020 in Politik

… dass die Tassen tanzen

 

„Denn unsere verruchten Väter und Mütter, Groß- und Urgroßeltern, die Hitlers Diktatur bis zur totalen Kapitulation beinhart mitgetragen hatten, träufelten ihren Kindern und Kindeskindern durch das Schweigen über ihr eigenes Tun zwischen 1933 und 1945 etwas ein, was erst zur Verklemmung, dann zu Hass und zuletzt zu Gewalt führen kann. Durch das Schweigen innerhalb ihrer Familien haben sie nicht vermocht, etwas in unserem Charakter aufzubauen, was uns wirklich verändert und wachsam gemacht hätte: Empathie.“

Niklas Frank

 

Da haut einer mit der Faust auf den Tisch, dass die Tassen tanzen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund; schreibt alles, was ihn bedrückt, unbekümmert auf. Niklas Frank hat seinen „Wutanfall“ zu einem Buch gemacht. Könnte Papier schreien, wir müssten uns die Ohren zuhalten. Dennoch – nein gerade deshalb sollten wir dieses Buch lesen.

01.04.2020 in Politik

Home-Office in Zeiten von Corona – Chancen und Risiken

 

Für viele ArbeitnehmerInnen ist seit Corona Home-Office Realität. Da bis vor wenigen Wochen diese Arbeitsform eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat, wurde ein Großteil ins kalte Wasser gestoßen. Die Vor- und Nachteile dieser Arbeitsform, wie selbstbestimmteres Arbeiten, Entfall von Pendelzeiten, aber auch fehlende soziale Kontakte zu ArbeitskollegInnen, Entgrenzungsphänomene, liegen klar auf der Hand. Technologische Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie, letztlich vieles, was unter den Schlagworten Digitalisierung und digitaler Wandel subsumiert wird, tragen zum Verschwimmen von vormals klaren Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit bei. ArbeitspsychologInnen und SoziologInnen bezeichnen dieses Verhalten als Entgrenzung.

26.03.2020 in Politik

Appell der UNO: Lasst die Waffen schweigen!

 

„Es ist an der Zeit, bewaffnete Konflikte zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.“ Mit diesem dramatischen Appell hat sich Antonio Guterres, der Chef der Vereinten Nationen, an die Welt gewandt und einen sofortigen globalen Waffenstillstand gefordert.


„Unsere Welt steht vor einem gemeinsamen Feind: COVID-19“, sagte der UN-Generalsekretär in einer emotionalen Ansprache. „Das Virus macht keinen Unterschied zwischen Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit, Gruppierung oder Glauben. Es greift alle an, unerbittlich.“

02.02.2020 in Politik

Die Anstifter / Auschwitz-Appell 2020

 
Auschwitz-Birkenau

https://www.die-anstifter.de/

Am 27. Januar 2020, dem Holocaust-Gedanktag, hat das Stuttgarter Bürgerprojekt Die AnStifter mit einem „Auschwitz-Appell“ eine Aktion gestartet, die zum dauerhaften Unterhalt und Ausbau der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aufruft. „Kein anderer Ort symbolisiert den Terror der Nationalsozialisten und den Holocaust so sehr wie das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau“, heißt es in dem Aufruf.

Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer und fremdenfeindlicher Übergriffe fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Öffentlichkeit und die Bundesregierung auf, alles zu tun, um dieses Mahnmal auf Dauer als Erbe der Menschheit zu erhalten. Auschwitz-Birkenau ist der Inbegriff einer bürokratisch perfektionierten Mordmaschinerie und Symbol für Barbarei und Gnadenlosigkeit. Die Gedenkstätte und das Museum Auschwitz-Birkenau werden täglich von tausenden Menschen besucht – für Unterhalt, Betrieb, Konservierung und Forschung sind große Summen erforderlich, um die immer wieder gekämpft werden müsse, heißt es in dem Appell.

Bis zum 27. Januar 2021 will das Bürgerprojekt bundesweit mit zahlreichen Initiativen und gesellschaftlichen Gruppen 100 000 bis eine Million Unterschriften sammeln und damit „das oft vergessene und gemiedene Wort Auschwitz“ zum Gegenstand von Information und Diskussion machen. Die AnStifter rufen dazu auf, ein gemeinsames Netzwerk für Zivilcourage und gegen Vergessen zu entwickeln.

Wenn auch Sie diesen Appel unterzeichnen wollen, können Sie es hier tun.

10.01.2020 in Politik

Frieden schaffen – wie schaffen wir das?

 

Ein friedliches 2020 – dieser Wunsch ist vielmundig zum Jahreswechsel ausgesprochen oder auf bunten Karten verschickt worden. Doch die Hoffnung, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte, ist schon zerstört bevor das neue Jahr auch nur so richtig angefangen hat. An vielen Stellen unserer Welt werden Waffen eingesetzt, Menschen getötet. In vielen Staaten wird sehr viel Geld für Rüstungsgüter ausgegeben. Millionen Menschen stecken in Uniformen, um das Kriegshandwerk zu üben statt bei der Pflege des Gartens Erde zu helfen, damit niemand mehr hungern muss.

18.11.2019 in Politik

„HANDELN STATT HOFFEN“ – ein Aufruf

 
Copyright Ruben Neugebauer

Das Schicksal der Menschen, die im Mittelmeer auf Rettung hoffen, liefert immer wieder Bilder und Schlagzeilen, löst Anteilnahme aus, erzeugt Diskussionen, die sich nicht selten im Kreis drehen. Auf der politischen Bühne steht die „Flüchtlingskrise“ auf dem Spielplan, Lösungen werden selten geboten.

So sehr es richtig und gut ist, menschliches Mitgefühl zu zeigen, den Hilfsorganisationen Geld zu überweisen – die Ursachen zu bekämpfen, damit Menschen ihr Leben erst gar nicht unsicheren Schlauchbooten anzuvertrauen, das muss das eigentliche Ziel sein. Dazu müssen die politisch Mächtigen gedrängt werden. Dafür reicht es nicht auf deren Einsicht zu hoffen – wir alle müssen handeln.

Dafür kommt Carola Racketes Buch „HANDELN STATT HOFFEN – Aufruf an die letzte Generation“ zur rechten Zeit. Als Kapitän der Sea Watch 3 schildert Carola Rackete in nüchterner Sprache ihre und der Schiffsbesatzung Arbeit im Mittelmeer. Dieser sachliche Berichtston wirkt deshalb um so nachhaltiger auf Leserin und Leser. Diese Art der Berichterstattung macht das Buch bereits lesenswert.

27.10.2019 in Politik

Auf dem Rücken der Teepflückerinnen in Indien streichen westliche Unternehmen hohe Margen ein

 

In komplexen Lieferketten legen Lebensmittel lange Lieferwege zurück, bis sie schlussendlich in unseren Supermärkten landen. Die Entwicklungsorganisation «Oxfam» analysiert diese Ketten seit Jahren, so zum Beispiel bei Wein, Ananas oder Bananen. Immer wieder liefert die Organisation Beweise, die zeigen, wie entlang der Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards nicht eingehalten werden. In der neuen Studie «Schwarzer Tee, weisse Weste» zeigt Oxfam, wie Arbeiterinnen und Arbeiter auf indischen Teeplantagen ausgebeutet werden und wie westliche Unternehmen davon profitieren. Das Hauptaugenmerk der aktuellen Studie liegt auf deutschen Unternehmen. Wer sich die Oxfam-Studie näher anschauen möchte, der findet sie hier: https://www.oxfam.de/system/files/schwarzer-tee-weisse-weste-assam.pdf

18.10.2019 in Politik

Papst Franziskus startet Kampagne gegen Atomwaffen

 
Hermann Zoller

Ruhe zu bewahren ist immer besser als in Panik zu verfallen. Ein klarer Blick auf die Lage ist allemal ratsam – und die ist ernst genug. Schon seit geraumer Zeit haben die Rüstungsschmiden Hochkonjunktur. Viel Geld wird in den Bau von Raketen, U-Boote, Flugzeugträger und andere Mordinstrumente gesteckt, statt in die Bekämpfung der weltweiten Armut, in die Verhinderung der längst auf uns zukommenden Klimakatastrophe. Inzwischen hat Papst Franziskus eine Kampagne gestartet, die eine „vorbehaltlose und umfassende Ächtung von Atomwaffen“ als Einstieg in die nukleare Abrüstung zum Ziel hat. Es fällt auf, dass darüber in den deutschen Medien nichts zu lesen ist. Das macht nachdenklich. Hier die wichtigsten Informationen:

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