Die SPD in Schwaikheim

In Sachen Schule – da spricht einer Klartext und macht Vorschläge, damit unser Bildungssystem besser wird

Da hat einer den Schulalltag unter die Lupe genommen; kritisch und sachverständig – eine Anregung für Diskussionen vor Ort: „Total überfordert, total kaputt, total wichtig – Wie Schule sein sollte und was ihr dafür tun müsst“ lautet herausfordernd der Titel des Buches, in dem Lennart-Elias Seimetz seine Erfahrungen und Forderungen gebündelt hat.

 

Seimetz ist im saarländischen St. Ingbert aufgewachsen. Seit Anfang 2019 ist er in der Bildungspolitik auf Bundes- und Landesebene aktiv, seit 2020 Landesschülersprecher des Saarlandes und nun auch Generalreferent der Bundesschülerkonferenz. Man darf also unterstellen, dass er den Titel seines Buches mit Bedacht gewählt hat. „Schüler*innen sind die ‚Überhörten‘, wenn es um ihre eigene Bildung geht, und gleichzeitig am meisten von den Fehlentscheidungen betroffen.“

Das wird hoffentlich ein Schuss in den Ofen

Borussia Dortmund genießt viele Sympathien bei deutschen Fußballfans. Jetzt hat der Club aber einen Schritt unternommen, der Kratzer auf dem freundlichen Bild verursachen könnte. Es ist inzwischen üblich im Profifußball, dass geldbeladene Sponsoren den Sport nutzen, um für sich nicht nur zu werben, um ein menschenfreundliches Image einzukaufen, auch um verkaufsfördernde Sympathien auf dem Firmenschild zu häufeln. Das muss einem nicht unbedingt gefallen, aber daran haben wir uns gewöhnt. Auch daran, dass es dabei nicht immer um Moral geht. 

 

In der Tat eine „Zeitenwende“ ist es, wenn jetzt ein Fußballklub sich mit einem Rüstungskonzern gemein macht. Der Rüstungskonzern will künftig seine Kriegswaffen mit dem BVB-Logo verzieren und als „Champion Partner“ von Borussia Dortmund auftreten. Als Trikotsponsor wird der Konzern aber nicht auftreten. Das Rüstungskonzern-Logo wird also nicht beim BVB auf der Brust oder am Ärmel zu sehen sein – auf diese Geschmacklosigkeit wollen sie dann doch verzichten. Laut „Handelsblatt“ soll es um einen zweistelligen Millionenbetrag gehen. Verlockend – aber deswegen noch lange nicht gut. 

Der Kolonialismus lebt noch

Als optimistischer Mensch ist man vielleicht doch etwas überrascht davon, dass wir von Unruhen in Neukaledonien hören. Das Gebiet liegt weit hinter Australien. Eigentlich kommen von dort selten Schlagzeilen.

 

Jetzt begehren die eigentlichen Bewohner auf: die übermächtige Regierung in Paris will das Wahlverfahren so ändern, dass die aus dem fernen Frankreich Eingereisten auf jeden Fall das Sagen haben: Die „Eingeborenen“ könnten ja auf die Idee kommen, künftig mit Frankreich und dem westlichen Machtblock nicht mehr so viel zu tun haben zu wollen. Und damit wird „der Fall Neukaledonien“ so richtig spannend.

 

Zunächst sollte man feststellen, dass es auch 75 Jahre nach der Unterzeichnung der Erklärung der Menschenrechte – auch durch Frankreich – noch immer Kolonien gibt; zwar in westlicher Hand, was die Sache aber nicht unbedingt besser macht. Die eigentlichen Bewohner von Neukaledonien wollen unabhängig werden und selbst bestimmen, wie ihr Land und Leben gestaltet wird.

 

Mit Mutter Courage nach Brüssel

Da haben sich die FDP-Wahlstrategen für die Europa-Wahl etwas besonders Schönes ausgedacht. Für ihre Spitzenkandidatin Strack-Zimmermann werben sie auf Plakaten mit dem Slogan „Oma Courage – Streitbar in Europa Strack-Zimmermann“. 

 

Vielleicht wird spekuliert, dass man sich durch die Anlehnung an Brechts „MutterCourage“ an diesen linken Dichter anbiedern will. Wahrscheinlicher ist, dass über den Umweg von Brechts Courage das vermittelt werden soll, was Brecht über seine Theaterfigur gesagt hat: Sie glaubt an den Krieg bis zuletzt. (…) Sie lernt so wenig aus der Katastrophe wie das Versuchskarnickel über Biologie lernt.“ – Auf der Präsentation hat Strack-Zimmermann diese kriegsfreundliche Interpretation unterstrichen. – 

 

Und damit sollten wir den FDP-PRlern danken, denn wir haben es damit amtlich, welche Politik die FDP betreibt und in der EU  betreiben will.

 

–hz

Wohlfühlen im Krankenbett

Maria Douka

Niemand geht gern ins Krankenhaus. Wenn es aber halt sein muss, dann doch, damit es einem bald wieder besser geht im Bauch, am Bein, im Kopf … Damit in der Klinik alles gut läuft, die Betreuung klappt, die Tabletten rechtzeitig eingenommen und auch die Tasse Tee freundlich serviert wird – dazu braucht es nicht zuletzt gutes Pflegepersonal. Doch die Pflegekräfte haben leider Probleme:

Schlechte Bezahlung:

Die Bezahlung von Pflegekräften ist oft unzureichend im Verhältnis zu ihrer verantwortungsvollen und anspruchsvollen Arbeit. Trotz ihrer lebenswichtigen Rolle erhalten viele Pflegekräfte nur geringe Löhne, die nicht angemessen sind angesichts der physischen und emotionalen Belastungen, denen sie täglich ausgesetzt sind.

Lust auf´s Oben bleiben! Lesung und Gespräch mit Arno Luik

ARNO LUIK im Schwanen - Politische Soirée - 11.03.24, 19:30 Uhr
Sei dabei!

Am Montag, 11.03.2024, 19:30 Uhr, kommt Arno Luik nach Waiblingen in den Schwanen. Dazu laden wir gemeinsam mit der SPD Waiblingen dich nach Waiblingen ein!

Lust auf´s Oben bleiben! Lesung und Gespräch mit Arno Luik
Wir freuen uns auf dich! ????

POEMA e.V. Stuttgart kämpft  gegen Armut und Umwelt in Amazonien

@Poema Deutschland

Seit vielen Jahren unterstützt von Stuttgart aus eine Gruppe um Gerd Rathgeb und Johann Graf (www.poema-deutschland.de) landlose Bauern im Bundesland Para in Brasilien. In diesen Tagen habe  diese einen Bericht gesendet über die Eröffnung ihres Ladens.

Die Kleinbauern der MST achten besonders darauf und werden auch entsprechend geschult, ihre Produkte nach agrarökologischen Standards anzubauen. Deshalb werden sie von denagroindustriellen Konzernen, die für den Export produzieren und jede Menge Agrargifte einsetzen, nicht gerne gesehen und nicht selten auch gewalttätig bekämpft. Es ist verrückt: die Agrarkonzerne haben Riesenflächen, vergiften die Böden und exportieren ihre  Produkte in alle Welt, während die Kleinbauern wenig und oft gar kein Land haben. Dabei sind sie es, die die Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln versorgen. Poema wird sie auch zukünftig unterstützen.

 

Hier der Bericht aus Brasilien:

Bericht über das Armazém do Campo in Belem 

(Lager und Verkaufsräume für Produkte der Landlosen in Belem) 

Oxfam: Die reichen G-7 schulden den armen Ländern 13 Billionen Dollar

In diesen Tagen treffen sich in Japan die G-7. Auf Drängen der USA soll im Mittelpunkt der Konferenz die China-Frage stehen, also die Verfestigung der Vorherrschaft der USA.

 

Zu den G-7 gehören neben den USA, Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada, Italien und Großbritannien. Als Gäste sind in diesem Jahr u.a. noch Brasilien, Australien und Indien dabei. Sie sollen auf Linie gebracht werden.

 

Japan hat in diesem Jahr den Vorsitz und möchte auf dem Gipfel deutlich machen, dass die G-7 mit aller Entschiedenheit militärische Aggressionen, jegliche Drohungen mit oder den Einsatz von Kernwaffen sowie Versuche, die internationale Ordnung umzustürzen, strikt ablehnen. Der Konferenzort Hiroshima könnte den Teilnehmern vor Augen führen, dass sie die offizielle Ankündigung Japans als Tagesordnung ernst nehmen müssten. Und Strategien, die nur der Ausdehnung der eigenen Herrschaft dienen, dem Frieden nicht dienen. 

90. Jahrestag der Bücherverbrennungen –  Eine Mahnung 

Auf Scheiterhaufen brannten wochenlang Bücher. Wochenlang wurde in Deutschland von Menschen des Geistes, also Studenten, Professoren, sogar von Geistlichen der Geist mit den Waffen der Ketzerverfolgung auszulöschen versucht: dem Scheiterhaufen. Es ist ein schrecklicher Höhepunkt der Kampagne „Wider den undeutschen Geist“. Insgesamt sind 102 Bücherverbrennungen in über 90 Städten dokumentiert.

 

Dies ist aber erst der Anfang der Auslöschung „undeutscher“ Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Geführt wurde eine „Schwarze Liste“, die im Mai 1933 bereits 131 Namen der „Schönen Literatur“ und 141 Autorinnen und Autoren der „Politik- und Staatswissenschaften“ umfasste. Die „Liste Nummer 1 des schädlichen und unerwünschten Schrifttums““ enthielt 1939 dann 4.175 Einzeltitel und 565 Verbote von Gesamtwerken. 

 

Ein trauriges Kapitel ist, dass der im „Börsenverein“ organisierte deutsche Buchhandel schon am 12. April 1933 erklärte, die „nationale Erhebung“ zu unterstützen. Wenige Tage später veröffentlichte der Verband im „Börsenblatt“ eine Liste „undeutscher“ Schriftstellerinnen und Schriftsteller, was für die Genannten teilweise tödliche Folgen hatte. – Der Börsenverein hat Lehren aus seiner Geschichte gezogen und engagiert sich heute für Meinungsfreiheit: https://www.woche-der-meinungsfreiheit.de

 

Eindrücke aus Südafrika

Meist kümmern wir uns um unsere eigenen vier Wände, um Schwaikheim, um Deutschland, Europa. Das ist schon viel Stoff. Mal einen Blick auf eine andere Ecke der Welt zu werfen, kann aber auch interessant sein. Ein Kollege von mir ist weltweit auf Achse. Ab und zu sendet er mir einen Reisebericht, meist mit viel Privatem, aber auch allgemeine Eindrücke, die interessant sind. Aus seinem neuesten Bericht will ich einfach mal unkommentiert hier ein paar Zitate anfügen. Es sind Beobachtungen aus Südafrika:


… Von dem Gegensatz der vielen, meistens leerstehenden Ferienhäusern und dem slumartigen Viertel, das von Schwarzen bewohnt wird hatte ich schon berichtet. Es wird übrigens „Sea Vista“ genannt, was auf mich jedoch eher zynisch wirkt, denn von einem Seeblick kann in diesem Viertel nicht die Rede sein.

Kurz vor unserer Abreise hatte ich einen jungen Mann - Sam - kennengelernt, der in „Sea Vista“ lebt. Ich fragte ihn, wie er diese sozialen Ungerechtigkeiten denn fände. „Wir müssen alle friedlich miteinander auskommen“ war seine Antwort. Als wenn ich ihn gefragt hätte ob er mit anderen den bewaffneten Kampf aufnehmen will. In jedem Falle begehrt er nicht auf, brachte nicht zum Ausdruck, dass er es ungerecht fände, dass die Wohlhabenden vorwiegend Weiße seien. „Wir in ‚Sea Vista‘ haben ja auch einen Vorteil davon, dass so viele Weiße hier leerstehende Häuser haben. Viele von uns haben so einen Job und kümmern sich um diese Anwesen.“

Der Fatalismus und die Selbstgenügsamkeit von Sam fand ich schon recht deprimierend. Aber letztlich ist das eine Bewusstseinsform, die in Deutschland vor anderem Hintergrund, aber doch in ähnlicher Weise auch vorzufinden ist.

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